Warum Süd-Island besuchen: Der Reiseführer 2026
Warum Süd-Island besuchen: Der Reiseführer 2026

TL;DR:
- Süd-Island bietet eine konzentrierte Vielfalt an dramatischer Natur, von Gletschern bis schwarzen Stränden. Die Region lässt sich bequem in zwei bis drei Tagen mit dem Mietwagen erkunden und ist zu jeder Jahreszeit attraktiv. Outdoor-Aktivitäten und authentische Begegnungen machen den Aufenthalt unvergesslich, besonders bei längeren, bewussten Erlebnissen.
Wer sich fragt, warum Süd-Island besuchen sich lohnt, bekommt selten eine ehrliche Antwort. Die meisten Artikel zeigen einfach eine Liste mit Wasserfällen und Fotos schwarzer Strände. Was tatsächlich beeindruckt: Kaum eine Reiseregion der Welt bündelt so viele dramatische Naturschauplätze auf so engem Raum. Gletscher, Vulkankrater, schwarze Sandstrände und tosende Wasserfälle liegen hier alle direkt an einer einzigen Straße. Für Individualreisende, Naturliebhaber und Roadtrip-Fans ist die Südküste Islands nicht nur ein Highlight. Sie ist der beste Einstieg in alles, was Island ausmacht.
Inhaltsverzeichnis
- Wichtigste Erkenntnisse
- Warum Süd-Island besuchen: Natur pur
- Outdoor-Aktivitäten: Mehr als nur Anschauen
- Reiseplanung und Anreise für die Südküste
- Kulturelle Erlebnisse entlang der Südküste
- Meine Perspektive auf Süd-Island
- Unterkunft in Süd-Island: Schlau übernachten
- FAQ
Wichtigste Erkenntnisse
| Punkt | Details |
|---|---|
| Kompakte Vielfalt entlang der Route | Viele Sehenswürdigkeiten liegen direkt an der Ringstraße und lassen sich ohne Umwege besuchen. |
| Ganzjährig attraktiv | Die Südküste bietet im Winter Nordlichter und im Sommer Mitternachtssonne für einzigartige Erlebnisse. |
| Aktive Outdoor-Erlebnisse | Gletscherwanderungen, Eishöhlentouren und Reiten machen die Natur erlebbar, nicht nur sichtbar. |
| Ideal für Selbstfahrer | Mit zwei bis drei Tagen Mietwagen lässt sich die gesamte Südküste entspannt erkunden. |
| Günstig und flexibel übernachten | Hostels entlang der Route bieten eine komfortable Basis für Naturreisende mit kleinem Budget. |
Warum Süd-Island besuchen: Natur pur
Wer die Südküste Islands zum ersten Mal fährt, versteht schnell, warum Reisende aus aller Welt diesen Streifen Land so schätzen. Viele der bekanntesten Highlights liegen direkt an der Ringstraße oder nur wenige Minuten davon entfernt. Das macht spontane Stopps nicht nur möglich, sondern geradezu unvermeidlich.
Wasserfälle, die im Gedächtnis bleiben
Seljalandsfoss ist einer der wenigen Wasserfälle der Welt, bei denen man hinter dem fallenden Wasser hindurchgehen kann. Der Weg ist schmal, das Spray durchdringend und das Erlebnis absolut unvergesslich. Nur zwei Kilometer entfernt liegt Kvernufoss, kaum bekannt, kaum besucht, aber mindestens genauso eindrucksvoll. Wer beide kombiniert, bekommt zwei völlig verschiedene Wasserfallcharaktere auf einem kurzen Spaziergang.
Skógafoss hingegen trifft einen anders. Der Wasserfall ist 25 Meter breit und stürzt 60 Meter in die Tiefe. Im Sommer bricht sich im Sprühnebel regelmäßig ein Regenbogen. Wer die 527 Stufen auf die Aussichtsplattform steigt, blickt auf eine endlose Graslandschaft mit dem Atlantik am Horizont.
Gletscher und schwarze Strände
Sólheimajökull ist einer der zugänglichsten Gletscherausläufer Islands. Geführte Wanderungen führen direkt über das Eis, vorbei an blauen Spalten und schwarzen Aschestreifen aus früheren Vulkanausbrüchen. Es ist ein lebendes Dokument des Klimawandels und gleichzeitig einer der fotogensten Orte der Insel.

Reynisfjara ist kein gewöhnlicher Strand. Der schwarze Basaltsand, die markanten Reynisdrangar-Felsnadeln im Meer und die Basaltsäulen an der Steilwand erzeugen eine Atmosphäre, die kaum zu beschreiben ist. Der Strand liegt nur wenige Minuten von Vík entfernt und ist ganzjährig zugänglich. Die Wellen sind tückisch und gefährlich, das sollte man wissen. Aber die Kombination aus Vulkan, Meer und endlosem Himmel ist unvergleichlich.
| Sehenswürdigkeit | Typ | Entfernung von Reykjavík |
|---|---|---|
| Seljalandsfoss | Wasserfall | ca. 120 km |
| Skógafoss | Wasserfall | ca. 155 km |
| Reynisfjara | Schwarzer Strand | ca. 180 km |
| Sólheimajökull | Gletscher | ca. 160 km |
| Jökulsárlón | Gletscherlagune | ca. 380 km |
Profi-Tipp: Kvernufoss liegt nur zwei Kilometer von Seljalandsfoss entfernt, ist aber kaum im Reiseführer. Wer morgens früh dort ankommt, hat den Wasserfall oft für sich allein.
Outdoor-Aktivitäten: Mehr als nur Anschauen
Süd-Island ist keine Region, die man nur vom Auto aus erlebt. Outdoor-Erlebnisse wie Gletscherwanderungen verwandeln Sehenswürdigkeiten in aktive Abenteuer. Hier sind die Aktivitäten, die Reisende wirklich bewegen.
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Gletscherwanderung am Sólheimajökull: Mit einem zertifizierten Guide läuft man über echtes Gletschereis. Steigeisen und Helm werden gestellt. Dauer etwa zwei bis drei Stunden, geeignet für Einsteiger ohne Vorerfahrung.
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Eishöhlentour im Vatnajökull Nationalpark: Im Winter öffnen sich unter dem Gletscher natürliche Eishöhlen mit blau leuchtendem Eis. Diese Touren sind saisonabhängig und sollten frühzeitig gebucht werden, da sie regelmäßig ausgebucht sind.
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Wandern entlang des Skógar-Treks: Die Route führt über den Skógar-Wasserfall und weiter über den Fimmvörðuháls-Pass bis nach Þórsmörk. Es ist einer der schönsten Tageswanderungen Islands, mit atemberaubenden Ausblicken auf Gletscher und Lavafelder.
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Reiten in der Landschaft: Islandpferde sind klein, robust und unglaublich trittsicher. Ausritte von einer bis zu mehreren Stunden sind in der Region gut buchbar und bringen einen abseits der Touristenpfade in stille Lavalandschaften.
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Bootstouren auf der Jökulsárlón Gletscherlagune: Die Lagune verändert sich ständig mit Tageszeit und Lichtstimmung. Amphibienboottouren durch treibende Eisberge bieten eine Perspektive, die kein Foto ersetzen kann. Saisonabhängig von Mai bis Oktober.
Profi-Tipp: Für Eishöhlentouren im Vatnajökull gilt: Je früher die Buchung, desto besser. Plätze sind begrenzt und die Touren in den Monaten November bis März schnell ausverkauft.
Reiseplanung und Anreise für die Südküste
Die gute Nachricht für alle, die Süd-Island erkunden wollen: Die Südküste lässt sich in zwei bis drei Tagen mit dem Mietwagen entspannt bereisen. Die Ringstraße, auch Route 1 genannt, verbindet alle wichtigen Stopps ohne komplizierte Abzweigungen.
Die ideale Route entlang der Ringstraße
Von Reykjavík aus fährt man in Richtung Osten. Seljalandsfoss und Kvernufoss sind die ersten großen Stopps. Danach folgen Skógafoss, Sólheimajökull, Reynisfjara und Vík. Wer weiterfährt, erreicht den Vatnajökull Nationalpark und die Jökulsárlón Gletscherlagune. Die dichte Verteilung der Highlights erlaubt zwei bis drei Stopps pro Tag, ohne dass Fahrzeiten zur Belastung werden.
Folgende Punkte helfen bei der Planung:
- Tag 1: Reykjavík bis Vík mit Stopps an Seljalandsfoss, Kvernufoss und Skógafoss
- Tag 2: Vík bis Kirkjubæjarklaustur mit Reynisfjara, Sólheimajökull und der Fjaðrárgljúfur-Schlucht
- Tag 3: Weiterfahrt nach Höfn mit Jökulsárlón, Diamond Beach und Vatnajökull
Profi-Tipp: Wer abseits der Ringstraße fährt, riskiert lange Umwege und verliert die Vorteile der kompakten Route. Besonders für Erstbesucher gilt: Ringstraße zuerst, Abstecher danach.
Jahreszeiten und Wetterbesonderheiten
| Jahreszeit | Besonderheit | Empfehlung |
|---|---|---|
| Winter (Nov.–Feb.) | Nordlichter, Eishöhlen, weniger Touristen | Warme Ausrüstung, früh buchen |
| Frühling (März–Mai) | Schneeschmelze, erste Grüntöne | Gutes Wetter für Wanderungen |
| Sommer (Juni–Aug.) | Mitternachtssonne, alle Aktivitäten offen | Sonnenschutz, Vorausbuchung empfohlen |
| Herbst (Sept.–Okt.) | Erste Nordlichter, ruhige Saison | Schöne Farben, moderate Temperaturen |
Das Wetter in Süd-Island ändert sich schnell. Auch im Sommer sollte man Regenkleidung und mehrere Schichten Kleidung dabei haben. Wind und Regen kommen ohne Vorwarnung, besonders an der Küste nahe Vík.

Kulturelle Erlebnisse entlang der Südküste
Süd-Island ist nicht nur Natur. Die kleinen Dörfer entlang der Route haben einen eigenen Charakter, der sich von den Touristenzentren im Westen deutlich unterscheidet.
Vík í Mýrdal ist das südlichste Dorf Islands und liegt direkt unterhalb eines aktiven Vulkans. Wer durch die Hauptstraße spaziert, findet handgemachte Wollprodukte aus isländischer Wolle, kleine Cafés mit hausgemachten Suppen und einen Aussichtspunkt über den schwarzen Strand. Das Dorf ist klein, aber die Atmosphäre ist echt.
- Höfn ist bekannt für seinen Hummer, den sogenannten Humarsetur. Wer südostisland besucht und Höfn ohne einen Teller Langustinen verlässt, hat etwas verpasst. Die Fischer hier bringen täglich frischen Fang an Land.
- Kirkjubæjarklaustur war im Mittelalter ein Kloster und liegt heute ruhig zwischen Lavafeldern. Die Kirche und die nahegelegenen Felsen gehören zu den stillen Schätzen der Region.
- Begegnungen mit Einheimischen gelingen am einfachsten in kleinen Gästehäusern und Hostels, wo die Gastgeber oft selbst aus der Region stammen und persönliche Tipps geben.
Geothermische Bäder sind ein weiteres Highlight, das viele Reisende unterschätzen. Das Seljavallalaug ist eines der ältesten Freibäder Islands und liegt in einer engen Schlucht. Der Weg dorthin dauert zwanzig Minuten zu Fuß. Es gibt keine Bar, kein Restaurant, keine Liegen. Nur warmes Wasser, Bergluft und Stille.
Meine Perspektive auf Süd-Island
Ich habe Süd-Island zu verschiedenen Jahreszeiten erlebt und immer wieder festgestellt: Die meisten Reisenden unterschätzen, wie viel diese Region in so kurzer Zeit bietet. Man denkt, man fährt einfach zwei Tage eine Küstenstraße entlang. Dann steht man hinter einem Wasserfall, spaziert über einen Gletscher und sitzt abends mit einem klaren Himmel voller Sterne auf einem Bauernhof östlich von Vík. Und dann versteht man es.
Was ich aus eigener Erfahrung gelernt habe: Die Menschen, die Süd-Island am tiefsten erleben, sind nicht diejenigen, die die meisten Sehenswürdigkeiten abhaken. Es sind diejenigen, die sich Zeit nehmen. Zwei Stunden am Reynisfjara-Strand, statt zwanzig Minuten für ein Foto. Ein Morgen auf dem Gletscher, statt ein schneller Spaziergang am Rand.
Was viele übersehen: Ostisland, also Südostisland rund um Höfn und den Vatnajökull, fühlt sich noch ursprünglicher an als die Route zwischen Reykjavík und Vík. Weniger Reisebusse, ruhigere Straßen, dieselbe dramatische Natur. Wer also wirklich wissen will, warum Südküste erkunden lohnt, sollte nicht bei Vík aufhören.
Mein ehrlicher Tipp für Alleinreisende: Südisland ist eine der zugänglichsten Regionen Islands für warum Süd-Island für alleinreisende Reisende funktioniert, weil die Route klar ist, Mietwagen günstig verfügbar sind und die Hostels eine echte Gemeinschaft bieten. Man ist nie wirklich allein.
— Trygve
Unterkunft in Süd-Island: Schlau übernachten

Wer die Südküste bereist, steht schnell vor der Frage: Wo übernachte ich am besten? Hotels in Vík sind oft früh ausgebucht und teuer. Die clevere Alternative sind Hostels, die direkt an der Route liegen und trotzdem Komfort bieten.
Foxhostel liegt 35 Minuten östlich von Vík im Hrífunes Nature Park, mitten in der Natur und genau zwischen Vík und Kirkjubæjarklaustur. Das bedeutet: Man wacht ruhig auf, fährt kurz nach Osten oder Westen und hat den vollen Tag für Erkundungen. Das Hostel ist in einer umgebauten isländischen Scheune untergebracht, bietet eine riesige Gemeinschaftsküche, eine Pizzeria vor Ort und einen Himmel, der für Nordlichter gemacht ist.
Wer passende Übernachtungsoptionen für die Südküste sucht oder noch unschlüssig ist, welche Zimmerart am besten passt, findet auf der Foxhostel-Webseite detaillierte Übersichten zu Hostelzimmer-Typen in Island. Dort gibt es alles, von Mehrbettzimmern für Alleinreisende bis zu privaten Räumen für Paare und Familien.
FAQ
Was sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Süd-Island?
Zu den bekanntesten Highlights zählen Seljalandsfoss, Skógafoss, Reynisfjara Black Sand Beach, Sólheimajökull und die Jökulsárlón Gletscherlagune. Alle liegen direkt an der Ringstraße oder nur wenige Minuten davon entfernt.
Wie lange braucht man für die Südküste Islands?
Die Südküste lässt sich in zwei bis drei Tagen mit dem Mietwagen gut bereisen. Wer auch Vatnajökull und Jökulsárlón einbezieht, plant besser vier Tage ein.
Wann ist die beste Reisezeit für Süd-Island?
Jede Jahreszeit hat Vorteile. Der Sommer bietet Mitternachtssonne und alle Aktivitäten. Der Winter ermöglicht Eishöhlentouren und Nordlichter. Der Herbst ist ruhiger mit angenehmen Temperaturen und ersten Nordlichtern.
Ist Süd-Island auch für Alleinreisende geeignet?
Ja, absolut. Die Route ist klar, Mietwagen sind gut verfügbar und Hostels entlang der Südküste bieten eine soziale Atmosphäre, die Alleinreisende schnell mit Gleichgesinnten zusammenbringt.
Was ist das Besondere an der Jökulsárlón Gletscherlagune?
Die Lagune verändert sich je nach Tageszeit und Lichtstimmung ständig. Amphibienboottouren ermöglichen Nahaufnahmen treibender Eisberge und sind von Mai bis Oktober buchbar.
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