Warum Island im Winter bereisen: die besten Gründe
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Warum Island im Winter bereisen: die besten Gründe

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Warum Island im Winter bereisen: die besten Gründe

Winterwanderer in Island genießen die Stille der verschneiten Landschaft, während am Himmel zarte Nordlichter tanzen.


TL;DR:

  • Eine Islandreise im Winter bietet einzigartige Naturerlebnisse wie Nordlichter, Eishöhlen und heiße Quellen, die im Sommer nicht zugänglich sind.
  • Mit guter Planung und entsprechender Ausrüstung kann die Reise sicher und eindrucksvoll gestaltet werden, trotz kurzer Tageslichtstunden.

Island im Winter bereisen? Viele schrecken davor zurück, weil sie Dunkelheit, Sturm und Eiseskälte erwarten. Doch genau das macht eine Island Winterreise so außergewöhnlich. Die kurzen Tage öffnen die Tür zu einem Phänomen, das keiner anderen Jahreszeit gehört: dem Nordlicht. Dazu kommen Eishöhlen, die nur im Winter begehbar sind, heiße Quellen unter sternenklarem Himmel und eine Stille, die du im Sommer nirgendwo auf der Insel findest. Wer warum island im winter fragt, bekommt hier eine ehrliche und detaillierte Antwort.

Inhaltsverzeichnis

Wichtigste Erkenntnisse

Punkt Details
Nordlichter von September bis März Die Chancen auf Polarlichter sind im Winter am höchsten, besonders in klaren Nächten abseits der Lichter.
Eishöhlen nur im Winter zugänglich Natürliche Eishöhlen in Vatnajökull öffnen ausschließlich in der Wintersaison und sind ein Alleinstellungsmerkmal.
Günstigere Reisepreise außerhalb der Hochsaison Winterreisen kosten deutlich weniger als Sommerreisen, Unterkünfte und Touren sind oft reduziert.
Späte Wintermonate bieten mehr Tageslicht Ende Februar und März gibt es bereits 7 bis 13 Stunden Tageslicht für Aktivitäten.
Gute Vorbereitung ist entscheidend Spikereifen, Schichtkleidung und die App Safe Travel machen den Unterschied zwischen Stress und Genuss.

Warum Island im Winter eine andere Insel ist

Island im Sommer ist beeindruckend. Aber Island im Winter ist ein anderes Land. Die Landschaft verwandelt sich in etwas, das sich schwer in Worte fassen lässt: schneebedeckte Lavafelder, vereiste Wasserfälle, schwarze Strände unter einem grauen Himmel, der jederzeit aufbrechen und grüne Lichtschleier zeigen kann.

Die Temperaturen sind weniger extrem als viele denken. In Reykjavík liegen sie meist zwischen 0,6 und 4,9 Grad Celsius. Das ist kalt, aber nicht sibirisch. Was wirklich fordert, ist der Wind, nicht die Kälte allein. Im Norden und im Hochland wird es deutlich rauer, dort sind Temperaturen von minus 10 Grad und darunter keine Seltenheit.

Island im Winter: Temperaturen, Tageslicht und Nordlichter auf einen Blick

Die Tageslichtstunden sind ein wichtiger Faktor für die Reiseplanung. Im Dezember und Januar stehen dir nur vier bis fünf Stunden Licht zur Verfügung. Das klingt wenig, ist aber gut planbar. Du besichtigst Wasserfälle und Gletscher am Tag und beobachtest die Nordlichter in der langen Nacht. Wer dagegen Ende Februar oder März reist, bekommt bereits deutlich mehr Spielraum.

Unterschiede zwischen den Regionen

Die Südküste ist im Winter die zugänglichste Region. Sie ist bekannt für schwarze Strände, Jökulsárlón und die berühmten Wasserfälle Seljalandsfoss und Skógafoss. Der Golden Circle bleibt größtenteils offen. Die Halbinsel Snæfellsnes ist wilder und weniger frequentiert, aber gut fahrbar. Das isländische Hochland hingegen ist im Winter für normale Mietwagen gesperrt und nur mit Spezialfahrzeugen erreichbar.

Naturerlebnisse, die nur im Winter existieren

Hier liegt der eigentliche Kern der Frage, warum Island im Winter eine Reise wert ist. Es gibt Erlebnisse, die du im Sommer schlicht nicht haben kannst.

Nordlichter. Die Polarlichter zeigen sich von September bis März, mit den besten Chancen in der dunklen Kernzeit von November bis Februar. Du brauchst einen klaren Himmel, Abstand von Siedlungen und etwas Geduld. Das Foxhostel liegt im Hrífunes Nature Park, weit weg von Lichtverschmutzung, und gehört damit zu den besten Standorten an der Südküste für Nordlichtbeobachtungen.

Eishöhlen. Die natürlichen Eishöhlen in Vatnajökull sind ausschließlich im Winter zugänglich, wenn das Eis stabil genug ist. Geführte Touren starten meist ab Jökulsárlón. Das Innere einer Eishöhle sieht aus wie ein gefrorener Ozean, blau, schimmernd und unreal. Kein Foto trifft es ganz.

Heiße Quellen im Schnee. Ein Thermalbad wie das Seljavallalaug im Freien, während Schnee auf deinen Schultern liegt, ist ein Erlebnis, das Island im Winter einzigartig macht. Viele der kleinen, natürlichen Quellen sind im Winter weniger überlaufen.

Weitere Naturhöhepunkte des Winters:

  • Vereiste Wasserfälle wie Skógafoss, die sich in Eiskunstwerke verwandeln
  • Schwarze Strände wie Reynisfjara unter Winterlicht mit wildem Atlantikswell
  • Gletscherwanderungen auf Sólheimajökull mit Eiszapfen und blauen Gletschertoren
  • Tierbeobachtungen: Seehunde an Jökulsárlón, arktische Füchse in verschneiten Tälern
  • Dunkle Stunden für Astrofotografie, da Island außerhalb der Sommermonate echte Nächte kennt

Profi-Tipp: Buche Eishöhlen-Touren mindestens zwei bis drei Wochen im Voraus. Die beliebtesten Zeitfenster im Januar und Februar sind schnell ausgebucht, besonders an Wochenenden.

Praktische Tipps für eine sichere Winterreise

Eine Island Winterreise ist kein Spaziergang, aber sie ist machbar. Mit der richtigen Vorbereitung wird aus einer Herausforderung eine der besten Reiseerfahrungen deines Lebens.

  1. Kleidung in Schichten. Trage Funktionsunterwäsche, eine Mittellage aus Fleece und eine wind- und wasserdichte Außenjacke. Hände, Kopf und Füße müssen gut geschützt sein.

  2. Mietwagen mit Winterreifen. Spikereifen sind von Oktober bis April Pflicht auf isländischen Straßen. Frage bei der Mietwagengesellschaft aktiv nach einem Fahrzeug mit Allradantrieb und Spikereifen, besonders wenn du abseits der Ringstraße fahren möchtest.

  3. Safe Travel App installieren. Diese App zeigt dir Warnungen zu Straßensperrungen, Glatteis und Stürmen in Echtzeit. Sie ist kein nettes Extra, sie ist Pflicht. Prüfe sie jeden Morgen vor dem Aufbruch.

  4. Flexibilität einplanen. Wetter in Island ändert sich extrem schnell. Plane nie einen vollen Tag mit Zielen, die alle pünktliche Ankunft erfordern. Ein Puffertag pro Woche ist keine Verschwendung, er ist Sicherheitsnetz.

  5. Strecken und Tagestouren begrenzen. Eine Region gründlich erleben schlägt die komplette Umrundung bei Winter-Wetterbedingungen. Die Südküste allein gibt dir genug für fünf bis sieben intensive Tage.

  6. Schuhwerk mit Spikes. Eisige Gehwege und rutschige Parkplätze sind im Winter überall. Schuhspikes, sogenannte Grödel, passen über normale Wanderschuhe und kosten wenig.

  7. Sicherheitschecks für Wanderungen. Gehe nie allein auf eine Tour ohne jemanden zu informieren. Hinterlasse deine Route beim Hostel oder melde sie über Safe Travel.

Profi-Tipp: Tanke immer dann, wenn du die Gelegenheit hast. Tankstellen sind auf der Südküste weitläufiger verteilt als gedacht, und bei einem Sturm kann die nächste Tankstelle plötzlich unerreichbar sein.

Kultur und Winterleben in Island

Was viele Reisende unterschätzen: Island im Winter hat eine besondere gesellschaftliche Qualität. Die Inselbewohner sind nicht weniger aktiv, sie sind einfach anders aktiv. Das Leben verlagert sich nach innen, in Cafés, Kulturhäuser und Gemeinschaftsküchen.

Einige Höhepunkte des kulturellen Winterlebens:

  • Jól (Weihnachten): Island feiert mit 13 Weihnachtstrollen statt eines einzigen Weihnachtsmanns. Jeder Troll kommt an einem anderen Tag der Adventszeit. Das ist keine Marketingidee, das ist echte Folklore, tief verwurzelt in der isländischen Sagentradition.
  • Þorrablót: Dieses alte Winterfest findet im Januar und Februar statt. Lokale Gemeinden treffen sich zum gemeinsamen Essen traditioneller Speisen wie Hákarl (fermentierter Hai) und Svið (gekochter Schafskopf). Kein Touristenspektakel, sondern echte Festkultur.
  • Reykjavíks Kulturangebot: Konzerte, Museen und das Nationaltheater haben im Winter eine lebhaftere Saison als im Sommer, weil die Einheimischen selbst mehr Zeit drinnen verbringen.
  • Atmosphäre in Unterkünften: Winterliche Gemeinschaft in Hostels entsteht fast von selbst. Reisende kochen gemeinsam, tauschen Nordlichtsichtungen aus und planen spontan Touren zusammen. Das passiert im Sommer seltener, weil alle im Hellen unterwegs sind.

Der Winterrhythmus Islands verlangsamt sich, ohne langweilig zu werden. Es ist diese Mischung aus Natur, Kultur und Gemeinschaft, die eine Island Winterreise von einer normalen Pauschalreise unterscheidet.

Reiseplanung: Wann, Wie Lange und Wo

Die besten Monate im Überblick

Monat Tageslicht Nordlicht-Chancen Besonderheiten
November 5 bis 7 Stunden Sehr gut Ruhig, günstig, erste Schneebilder
Dezember 4 bis 5 Stunden Ausgezeichnet Weihnachtsstimmung, kurze Tage
Januar 4 bis 6 Stunden Ausgezeichnet Eishöhlen-Saison auf Höhepunkt
Februar 6 bis 9 Stunden Sehr gut Þorrablót-Fest, mehr Aktivität möglich
März 10 bis 13 Stunden Gut Beste Balance aus Licht und Nacht

Der ideale Kompromiss zwischen Tageslicht und Nordlicht-Chancen liegt für die meisten Reisenden in den Monaten Februar und März.

Aufenthaltsdauer und Regionen

Für eine sinnvolle Island Winterreise empfehlen sich mindestens sieben Tage. Fünf Tage reichen für die Südküste, aber ein Puffertag ist immer ratsam. Ab rund 1.899 Euro pro Person gibt es bereits organisierte Winterreisen für fünf Tage inklusive Unterkunft.

Die Südküste ist die mit Abstand zugänglichste Region im Winter: Reynisfjara, Skógafoss, Seljalandsfoss, Jökulsárlón und die Eishöhlen liegen alle auf einer Linie entlang der Ringstraße. Wer mehr Zeit hat, kann den Golden Circle dazunehmen oder bis zur Halbinsel Snæfellsnes fahren.

Reisende machen Halt auf einem vereisten Parkplatz am Strand im Süden Islands.

Für Unterkünfte lohnen sich verschiedene Optionen entlang der Südküste, von Gästehäusern bis zu Hostels. Eine Unterkunft abseits der großen Ortschaften bedeutet weniger Lichtverschmutzung und bessere Nordlichtsichten. Wer Budget sparen will, findet in Hostels die beste Kombination aus Preis, Lage und Atmosphäre. Tipps zur günstigen Hostelübernachtung helfen dabei, das Budget sinnvoll einzuteilen.

Meine ehrliche Sicht auf den Islandwinter

Ich werde oft gefragt, warum ich den Winter für Island empfehle, obwohl es die schwierigere Reisezeit ist. Meine Antwort ist einfach: weil Schwierigkeit und Belohnung hier direkt zusammenhängen.

Ich habe erlebt, wie eine Gruppe von Reisenden, die kurz vor einem Sturm in ihr Hostel zurückgekehrt ist, am Abend gemeinsam Nordlichter beobachtet hat, die in der klaren Luft nach dem Unwetter besonders stark leuchteten. Das passiert nicht auf einer Sommer-Pauschalreise.

Was ich aus Erfahrung sagen kann: Die meisten Fehler passieren nicht wegen des Wetters, sondern wegen mangelnder Vorbereitung. Wer ohne Spikereifen fährt, ohne Safe Travel auf dem Handy startet und seinen Tag bis auf die Minute verplant, wird Probleme bekommen. Wer dagegen flexibel bleibt, gut ausgerüstet ist und die Langsamkeit des Winters akzeptiert, bekommt eine Insel zu sehen, die wenige kennen.

Meine Lieblingsregion im Winter ist eindeutig die Südküste zwischen Vík und Kirkjubæjarklaustur. Wenig Verkehr, wilde Landschaft, und der Nachthimmel ist so dunkel, dass man das Gefühl hat, man könnte in die Milchstraße fallen. Ich finde auch, dass die Stimmung in kleinen Unterkünften abseits der Hauptstraßen im Winter etwas hat, das sich schwer beschreiben lässt. Man sitzt zusammen, erzählt von den Erlebnissen des Tages und wartet auf die nächste Chance für ein Nordlicht. Das ist Island im Winter.

— Trygve

Übernachten an Islands Südküste: Foxhostel

Für eine Winterreise an Islands Südküste brauchst du eine Basis, die nicht nur nah an den Attraktionen liegt, sondern auch einen dunklen Himmel bietet. Foxhostel liegt im Hrífunes Nature Park, 35 Minuten östlich von Vík, weit entfernt von jeder Lichtverschmutzung.

https://foxhostel.is

Das Foxhostel ist in einer umgebauten, traditionellen isländischen Scheune untergebracht und bietet Schlafmöglichkeiten für Alleinreisende, Gruppen und Familien. Eine große Gemeinschaftsküche, eine hauseigene Pizzeria und ein soziales Umfeld machen es zum idealen Winterlager. Die Lage zwischen Vík und Kirkjubæjarklaustur gibt dir einen Vorsprung bei Tagestouren zu Jökulsárlón und den Eishöhlen. Schau dir die Zimmeroptionen im Foxhostel an und finde das Richtige für deine Winterreise.

FAQ

Was sind die besten Monate für eine Winterreise nach Island?

Februar und März bieten die beste Kombination aus ausreichend Tageslicht für Aktivitäten und guten Nordlicht-Chancen in der Nacht. Januar eignet sich am besten für Eishöhlen-Touren.

Wie kalt wird es in Island im Winter wirklich?

In Reykjavík liegen die Temperaturen meist zwischen 0 und 5 Grad Celsius. Im Norden und Hochland kann es bis minus 10 Grad oder kälter werden, besonders bei Wind.

Kann ich im Winter in Island selbst Auto fahren?

Ja, aber Spikereifen sind von Oktober bis April Pflicht und ein Allradfahrzeug wird dringend empfohlen. Die App Safe Travel zeigt aktuelle Straßensperrungen und Wetterwarnungen in Echtzeit.

Sind Nordlichter in Island im Winter garantiert?

Nordlichter sind nie garantiert, da du einen klaren Himmel brauchst. Die Chancen sind von November bis Februar am höchsten. Eine klare Nacht abseits von Lichtern macht die Sichtung sehr wahrscheinlich.

Welche Region in Island ist im Winter am besten zugänglich?

Die Südküste ist die zuverlässigste Region im Winter. Wasserfälle, schwarze Strände, Jökulsárlón und Eishöhlen liegen alle direkt an der Ringstraße und sind gut erreichbar.

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